Borg 77ED

Den Borg 77ED Refraktor benutze ich für die Fotografie von großflächigen Objekten. Der 77er ist ein zweilinsiger ED APO mit der primären Ausrichtung auf die Fotografie. Besonders nützlich ist sein geringes Gewicht (1,9kg) und der feingängige Drehfokusierer mit Skala (10 Mikrometer). Die Fokuslage meiner verschiedenen Kameras läßt sich damit schnell und vor allem reproduzierbar wiederfinden. Auch visuell ist die Optik (von Fuji) sehr gut. Jedenfalls besser als die China EDs die derzeit den Markt überschwemmen. Der Borg paßt auch wunderbar auf meine alte Vixen SP Montierung. Mit der Baader Sinus II Steuerung kann man damit auch recht vernünftig fotografieren. Da ich von der Sternwarte aus einen eingeschränkten Westhorizont habe, kann ich mit der SP leicht ausweichen. Besonders bei horizontnahen Kometen oder einer flachen Mondfinsternis ist das ganz praktisch. Diese Kombination wird auch noch öfters einen Ausflug in die Alpen machen. Als besonders guter Standort hat sich das Dachsteingebiet von Obertraun aus erwiesen (Seilbahn auf den Krippenstein, 1800m). Man kann dort auf der Gjaidalm übernachten und den traumhaften Alpenhimmel genießen. Primär wird dort gespechtelt, die Fotografie von großflächigen Nebelgebieten der Milchstrasse läuft dann nebenbei. Seit kurzem habe ich auch noch einen Reducer (von Mogg) für den Borg, der ED wird damit zu einem f4,5 Astrografen. Leider werden die Sterne nicht bis zum Bildrand sauber abgebildet. Für die wenigen großen Objekte zahlt sich ein hochwertiger Reducer (Borg oder Televue) meiner Meinung aber nicht aus. Mein PST habe ich mittlerweile auch an den Borg adaptiert. Die Sonnenbeobachtung wird damit zum Genuss, kein Vergleich mit der Originaloptik (40 mm).


Borg 77ED


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