Redshed Observatory
Nachdem ich mehr als 3 Jahre meine Ausrüstung in den Garten geschleppt hatte, entschloss ich mich zum Bau einer eigenen Sternwarte. Es war mir von Anfang an klar, dass es eine Sternwarte mit Schiebedach werden soll. Mir gefällt es einfach besser, wenn ich beim Beobachten den ganzen Himmel über mir sehe. Da das Klima in meiner Region auch nicht besonders rauh oder feucht ist, hat sich die Frage nach einer Kuppel nie wirklich gestellt. Wichtig war mir auch die Frage des Aussehens. Eine Schiebedachhütte lässt sich eben viel ästethischer in den Garten integrieren als eine Sternwartenkuppel. So hatte auch meine Frau nichts einzuwenden, da ich ihr auch noch ein kleines Abteil der Sternwarte für die Gartengeräte abgetreten habe. Die Sternwarte sieht von aussen wie ein kleines schwedisches Holzhaus aus. Die typisch rote Farbe brachte mich dann auch auf den Namen “Red Shed Observatory”.
Im Sommer 1999 wurde die Sternwarte dann gebaut. Geholfen hat mir wie immer, mein in handwerklichen Dingen erfahrene Vater. Besonders bei der Konstruktion der Rolldachschienen war er mir wieder eine große Hilfe. Aber auch meine Frau Ulli unterstützte mich tatkräftig bei den Malerarbeiten. Das ganze Holz mußte ja dreimal gestrichen werden. Nach ca. 3 Monaten waren die Arbeiten dann soweit abgeschlossen, daß ich an ein “First Light” in der Sternwarte denken konnte. Anfangs habe ich das Dach noch mit einem Seil per Hand aufgezogen. Der Komfort das Dach mit einer Kurbel von innen zu öffnen, wurde mir erst im Herbst nach Abschluß aller Arbeiten zuteil. Die Sternwarte hat ein Ausmaß von 2.6m mal 4.8m, wobei ca. 3m² für den Geräteschuppen wegfallen. Die Wandhöhe beträgt 2m und der Dachfirst verläuft genau nach der Nord-Süd Richtung. Um im Süden auch den Horizont sehen zu können, kann ich einen Teil der Südwand einfach abnehmen. Nach 6 Jahren Betrieb, kann ich jedem Sternfreund nur raten sich auch eine eigene Sternwarte zu leisten. Man gewinnt einfach viel mehr an Beobachtungszeit, die in unseren Breiten ja so kostbar ist.